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TheFrog byiam

Der Hund gehört heute zu den beliebtesten Heimtieren. Bevor sie sich jedoch für ihn als Hausgenossen entscheiden, bedarf es vieler ernsthafter Überlegungen. Der Hund ist kein Tier, das bei Bedarf einfach in den Käfig gesetzt wird wie etwa ein Vogel oder ein Kaninchen. Auch kann man ihn nicht den ganzen Tag sich selbst überlassen wie eine Katze. Ganz im Gegenteil, er braucht sehr viel Zuwendung. Und das sollten Sie vorher bedenken:

  • Sind Sie bereit, über einen Zeitraum von 10 und mehr Jahren die Verantwortung sowohl dem Tier als auch den Mitmenschen gegenüber zu übernehmen? Einen Hund kann man nicht einfach wieder verkaufen, wenn man die Lust daran verliert. Das würden die wenigsten Tiere verkraften.

  • Sind Sie gewillt, einen Großteil Ihrer Freizeit dem Hund zu widmen, ihn spazieren zuführen, egal ob es regnet oder stürmt? Hinzu kommt die Zeit die Sie für die Erziehung und Beschäftigung aufwenden müssen, denn sie sind absolut notwendig für eine artgerechte Haltung und ein harmonisches Zusammenleben mit dem vierbeinigen Partner. 
    Ein erwachsener Hund kann durchaus ein paar Stunden täglich allein verbringen, vorausgesetzt, er wurde schrittweise daran gewöhnt und bekommt in der übrigen Zeit die notwendige Zuwendung und Aufmerksamkeit. Welpen und Junghunde werden erst im Alter von etwa vier bis fünf Monaten daran gewöhnt, kurze Zeit allein zu bleiben. Wer allerdings ganztägig berufstätig ist, sollte auf einen Hund verzichten.

  • Die Haltung eines Hundes ist nicht billig. Zum Kaufpreis kommen die Kosten für das Futter und die Ausstattung wie Halsband und Leine, Korb und Spielzeug. Außerdem sind Hundesteuer und Haftpflicht zu zahlen. Nicht zu vergessen die Tierarztkosten. Einmal jährlich muss der Hund geimpft und mehrmals jährlich entwurmt werden. Wird der vierbeinige Gefährte ernsthaft krank oder muss operiert werden, summiert sich das schnell auf ein paar hundert oder sogar tausend Euro.

  • Was machen sie im Urlaub mit dem Hund? Wer ihn nicht mitnehmen kann oder will, braucht jemanden, der ihn in dieser Zeit betreut und auch Erfahrungen damit hat.
  • Wie ist Ihre Wohnsituation? So sollte sich in einigermaßen erreichbarer Entfernung geeignetes Gelände befinden, wo der Hund frei laufen kann und Gelegenheit hat, mit Artgenossen zu spielen und die Umgebung zu erkunden.
  • Auch bei der Wahl einen Golden Retriever Welpen, muss die Wohnsituation berücksichtigt werden. Der große und ca. 30 kg schwere Hund ist nicht für die Etagenwohnung geeignet. Vor allen Dingen nicht, wenn sich im Haus kein Lift befindet. Zum einen ist das viele Treppensteigen auf Dauer schädlich für die Gelenke. Zum anderen könnte der Hund einmal verletzt sein und keine Treppen steigen dürfen. Deswegen sollten Körpergewicht und Größe so sein, dass man den Hund im Ernstfall problemlos tragen kann.

  • Wohnen Sie zur Miete, muss auf jeden Fall vor der Anschaffung geklärt werden, ob die Haltung eines Hundes erlaubt ist.
  • Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass man als Hundehalter von etwaigen "Sauberkeitsfimmeln" Abschied nehmen muss. Hunde bringen nun mal eine Menge Schmutz ins Haus. Nicht zu vergessen die Hundehaare, die überall herumfliegen, gelegentlich sogar in der Marmelade. Eine lästige Begleiterscheinung, die sich zur Zeit des Fellwechsels noch verstärkt. 


Sollten Sie nach sorgfältiger Überlegung immer noch überzeugt sein, dass ein Hund das richtige Haustier für Sie ist, muss auch die übrige Familie mit dem vierbeinigen Familienzuwachs einverstanden sein. Schenken Sie Hunde daher nie als Überraschung. Das kann zu ungeahnten Zwistigkeiten führen!