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TheFrog byiam




Das ist noch lange kein Grund zur Verzweiflung!
Aber ohne die Fremdsprache "Hundisch" geht es nicht!
 

Grundsätzlich gilt, jeder Hund braucht einen festen Platz in der Familie, welche für ihn sein Rudel darstellt. Und ein Hund sollte immer nur das rangniedrigste Mitglied sein! Eine Rangzuweisung bedeutet für den Hund keineswegs Frustration, sondern im Gegenteil, es gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit und festigt sein Selbstbewusstsein. Die Rangordnung regelt alle Belange des Hundelebens. Bei allen Erziehungsmaßnahmen ist es ganz wichtig, bei jeder Gelegenheit erwünschtes Verhalten durch Lob oder auch durch Fütterung aus der Hand zu bestärken.
Einige Grundregeln, die unerwünschtem Verhalten vorbeugen: Im Wolfsrudel gelangt das schwächste Mitglied zuletzt an die Beute, um zu fressen. Das bedeutet für unsere Hunde, dass sie nach dem Menschen und niemals vom Tisch aus gefüttert werden sollten. Bereits mit den Welpen sollte das Widerhergeben eines noch so leckeren Futterbrockens geübt werden. Es sollte zu jeder Zeit möglich sein, Knochen oder Futternapf wieder fortzunehmen.
Im Wolfsrudel weichen niedrigere Mitglieder dem höheren Tier aus, d.h. sie überlassen selbstverständlich ihren derzeitigen Ruheplatz dem höhergestellten Artgenossen. Es ist also nicht einzusehen, dass Ihr Hund darauf besteht, im Fernsehsessel liegen zu bleiben. Wenn es soweit gekommen ist, haben Sie vorangegangenes Dominanzbegehren Ihres Hundes nicht beachtet oder in falscher Weise beantwortet, denn eine solche Situation entwickelt sich nicht über Nacht.
Vom ranghöheren Tier gehen alle Aktivitäten aus. Das bedeutet, Sie fordern zum Spiel auf und gegen Ende der Spielstunde gibt der Hund ohne knurren sein Spielzeug wieder ab. Genauso bestimmen Sie über die Zeiten des Spazierengehens, wobei eine Regelmäßigkeit positive Auswirkung auf die "innere Uhr" Ihres Hundes und damit auf den Verdauungszyklus hat. Selbstverständlich muss sich der Hund an jeder Körperstelle anfassen und kämmen lassen. Jede Forderung an den Hund kann aber durch geschicktes und folgerichtiges Lob für den Hund einen spielerischen Charakter annehmen.
Zur Vertiefung des Themas möchten wir auf das reichhaltige Literaturangebot zum Themenkomplex "verhaltensgerechte Erziehung" des Fachhandels hinweisen. Denn wie gesagt, nur wenn Sie sich Ihrem Hund rudelsprachengerecht verständlich machen, kann er Sie auch verstehen. Die Auswahl geeigneter Hilfsmittel umfasst eine weite Palette von Produkten mit "Köpfchen" und ist nicht auf das alte und nicht tierschutzgerechte Stachelhalsband beschränkt.
Lassen Sie den jungen Hund draußen solange an der Laufleine bis er auf Ihr Signal (z.B. Hundepfeife) sicher zurückkommt. Der Vorteil einer Hundepfeife liegt darin, dass das Kommando nicht abhängig von der jeweiligen Stimmungslage variiert. Weiterhin reagiert der Hund auch z.B. bei Familienmitgliedern genau so gut, wie bei seiner ersten Bezugsperson. Auch Hunde an der Rollleine sollten nicht ständig am Halsband gezupft werden, sondern herbeigerufen werden, so als wären sie freilaufend.
Für Hunde, die allzu kräftig an der Leine zerren, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Zunächst sollten Sie einen Blick auf die Auswahl der Halsbänder und Geschirre werfen. Da gibt es z.B. Gesundheitswürger. Nur im Moment des Zuges wird der Hals durch den dicken Strick verengt. Sobald der Hund nachgibt, lockert sich die Schlaufe wieder.
Beim Gentledog entsteht ein Zug in der Achselgegend. Bei diesem Modell können Sie sich auch für Abgepolsterte Schnüre entscheiden. Eine Mutter von zwei Kindern erzählte uns begeistert, dass sie jetzt wieder Freude am Spazierengehen mit Hund und Kinderwagen gefunden hätte.
Mit dem Halti können Sie ohne Gewaltanwendung den Kopf des Hundes zu sich herum wenden. So stellen Sie Blickkontakt zu Ihrem Tier her und es konzentriert sich wieder auf Ihr Kommando und wird vom Umfeld abgelenkt. Das sich zusammenziehende Halti wirkt genau zeitrichtig als Schnauzengriff wie er im Wolfsrudel auch als Verweis eingesetzt wird.
Hunde, die –alleine gelassen- bellen, leiden unter Angst, von ihrem Rudel Mensch verlassen zu werden. Trainieren Sie mit Ihrem Hund, indem Sie in immer länger werdenden Abständen den Raum verlassen, um den Hund an Ihre Abwesenheit zu gewöhnen. Lassen Sie Ihren Hund bei Außerhaus- Aufenthalten mehr Aufmerksamkeit zukommen als in der Wohnung, so wird Ihr Hund die Abwesenheit der Bezugsperson als nicht so belastend empfinden und freut sich um so mehr auf den Spaziergang. Sie können ihm auch in Ihrer Abwesenheit eine Endloskassette mit Ihrer Stimme vorspielen.
Denken Sie daran, zwischen dem Üben der Gehorsamslektionen immer wieder Spielpausen einzulegen und dem Hund dann sein Spielzeug anzubieten. Unerlässlich bei jedem Gang mit dem Hund ist das Belohnungsfutter.
Besonders gut ist es, wenn Sie sich einer passenden Hundegruppe anschließen können. Die regelmäßigen Treffen erlauben einen Erfahrungsaustausch zu allen Belangen rund um den Hund. Außerdem ermöglichen sie dem Hund ausgleichendes Spielen und Tollen mit Artgenossen.

Tipp:
Eine kurzführige Leine ermöglicht dem Hund kein entspanntes Spazierengehen, weil z.B. Schnüffeln unmöglich ist. Darum sollte diese Leine nur für den kurzfristigen Einsatz sein, wie der Gang durch die überfüllte Einkaufspassage.
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